Groß Schönebeck


Zur Baugeschichte:

Die Immanuelkirche, wie sie seit dem Jahre 1989 in besonderer Verbundenheit mit der Partnergemeinde im Rheinland heißt, wurde in den Jahren 1664 bis 1673 erbaut. Sie ist ein langgestreckter, rechteckiger Putzbau, dessen quadratischer Westturm aus Feldsteinen von einem Vorgängerb­au des späten 14. Jahrhunderts stammt.

Den Fachwerkaufsatz und die Schweifhaube erhielt der Westturm im Jahre 1730. Der Turm hat je zwei gepaarte Schallöffnungen an den Seiten des Glockengeschosses, in dem drei Glocken aus den Jahren 1655, 1682 und 1732 untergebracht sind.

Im Innern hat die Kirche eine flache Putzdecke mit Stuckleiste. Die Empore ist umlaufend und wird von Säulen getragen. An der Ostseite der Kirche ist die Empore zweigeschossig.

Zur Ausstattung:

Der hölzerne Kanzelaltar datiert aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Seitlich hat der Kanzelaltar in flacher Holzreliefarbeit je eine ionische Säule. Der Kanzelkorb ist fünfseitig und im mittleren Feld (vorn) befindet sich eine gemalte Darstellung des Agnus dei' (Lamm Gottes).

Die gusseiserne Taufe entstand im Jahre 1829. In der Mitte des Kirchenschiffs hängen zwei Messingkronleuchter, deren Entstehungszeit in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts anzusetzen ist.

Die Brüstungsfelder der umlaufenden Empore, die wahrscheinlich wie der Kanzelaltar und das Kirchengestühl in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden ist, sind marmoriert. Auf der Westempore, deren Brüstung vorschwingend ist, steht die Orgel aus dem Jahre 1749. Sie hat einen sehr beachtlichen und schönen Prospekt mit Rocaillen. Die Orgel hat ein Manual, Pedal und 12 Register. Über dem Spieltisch der Orgel befindet sich eine Inschrift, die über die Entstehungszeit der Orgel - 1749 - Auskunft gibt. Die Vorgängerin der jetzigen Orgel war im Jahre 1746 unbrauchbar ge­worden. Deshalb entschloss sich die damalige Groß Schönebecker Kirchengemeinde für einen Orgelneubau, der nach gescheiterten Verhandlungen mit dem seinerzeit sehr berühmten Orgelbaumeister Joachim Wagner, schließlich vom Ruppiner Orgelbauer Gottlieb Scholtz vorgenommen wurde. Die Orgel wurde im Jahre 1990 von der Potsdamer Orgelbaufirma Schuke restauriert.